Ältere Semester werden bei dem Begriff „Virtual Reality“ wahrscheinlich zuerst an den Virtual Boy von Nintendo denken. Diese im Jahre 1995 veröffentlichte Spielekonsole sollte die Spieler laut dem Versprechen des Herstellers in virtuelle Welten hineinversetzen. In der Praxis scheiterte dies allerdings zum einen aufgrund der in schwarz-orange Dargestellten Pixel-Grafik, sowie zum anderen an dem, was wir heute als Motion-Sickness kennen. Heutige sogenannte VR-Brillen dagegen versetzen die Spieler tatsächlich in die virtuelle Realität und sind dem Virtual Boy selbstverständlich weit enteilt. Seit 2016 kämpfen nun sogar drei Systeme um die Gunst der Spieler und können dabei, jedes für sich, mit Ihren ganz eigenen Qualitäten aufwarten. Die „HTC Vive“, die von HTC in Kooperation mit Valve, dem Betreiber der Steam-Plattform, entwickelt wurde, bietet aktuell das realistischste Erlebnis. Hier kann sich der Spieler sogar frei im Raum bewegen, während er sich in der virtuellen Welt befindet. Die Hände des Spielers werden dort mithilfe zweier Controller dargestellt, von denen dieser einen in jeder Hand hält. Hiermit ist es dann unter anderem auch möglich in Shooter-Spielen zu schießen.

Doch all das hat auch seinen Preis. Denn neben der eigentlichen HTC Vive benötigt der Spieler zudem einen leistungsstarken Spiele-PC, der ebenfalls ins Geld geht. Dafür bekommt man dafür auch das aktuell wohl beste VR-Erlebnis. Ebenfalls für den PC erhältlich ist „Oculus Rift“, das von der Firma Oculus VR entwickelt wurde. Das freie Bewegen im Raum ist bei diesem System im Gegensatz zu der HTC Vive nicht möglich. Jedoch fällt die Steuerung mittels zweier Controller ähnlich aus wie bei der Konkurrenz. Für beide Systeme der erste Anlaufpunkt für Spiele ist die Steam-Plattform, dort finden Spieler stets die aktuellsten Veröffentlichungen zum Download.

Auch für Oculus-Rift wird zusätzlich ein VR-tauglicher Spiele-PC benötigt, um in die Virtuelle Realität eintauchen zu können. Hierzu benötigt der Spieler bei dem dritten System nur eine PlayStation4 sowie die damit kompatible PlayStation VR-Brille, was somit aktuell die wohl günstigste der vollwertigen VR-Lösungen darstellt. Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass der Spieler neben den PlayStation-Move Contollern, die ähnlich wie die der Konkurrenz genutzt werden, wahlweise auch mit dem Gamepad ins Geschehen ziehen kann. Ob einem das zusagt muss ein jeder für sich entscheiden. Nicht möglich ist zudem das freie Bewegen im Raum, weswegen die Spiele hier wie bei Oculus-Rift nur im Sitzen oder im Stehen gespielt werden können. Spiele können ‚neben dem digitalen Kauf über das PlayStation Network auch im Fachhandel erworben werden.